ein Film von Heinz Emigholz

Loos Ornamentale

About

Adolf Loos (1870 – 1933)
Architektur als Autobiographie

Der Film zeigt in chronologischer Reihenfolge folgende Bauwerke und Innenausstattungen von Adolf Loos: Café Museum (1899), Kärtner Bar (1908) und Haus am Michaelerplatz (1909-11) in Wien I, Haus Steiner (1910), Haus Scheu (1912/13) und Haus Horner (1912) in Wien XIII, Buchhandlung Manz (1912) in Wien I, Wohnung Rosenfeld (1912) in Wien XIII, Schneidersalon Kníze (1910-13) und Wohnung Boskovits (1913) in Wien I, Fassade Anglo-Österreichische Bank (1913) in Wien VI, Haus Duschnitz (1915/16) in Wien XIX, Rohrbacher Zuckeraffinerie, Fabrikgebäude und Villa Bauer (1916/17) in Hrusovany, Tschechien, Grab Peter Altenberg (1919) auf dem Zentralfriedhof in Wien, Siedlungshaus Lainz und Grundsteinlegungsdenkmal Friedensstadt (1921) und Haus Rufer (1922) in Wien XIII, Landhaus Spanner (1924) in Gumpoldskirchen, Niederösterreich, Grundsteinlegungsdenkmal der Siedlung Laaerberg (1924) in Wien X, Umbau Schloß Ritter (1925), dazu das Messegelände Brünn in Brno, Tschechien, Haus Tristan Tzara (1925/26) in Paris XVIII, Haus Moller (1928) in Wien XVIII, Haus Brummel (1929) in Pilsen, Tschechien, Landhaus Khuner (1929/30) in Payerbach, Niederösterreich, Villa Müller (1928-30) in Prag, Tschechien, Doppelhäuser in der Werkbundsiedlung (1930-32) in Wien XIII, Arbeitersiedlung Babí (1931) in Nachod, Tschechien, und Haus Mitzi Schnabl (1931) in Wien XXII, dazu das Grabmal Adolf Loos auf dem Zentralfriedhof in Wien.

 

Prolog des Films

„Der Vater von Adolf Loos war Steinmetz in Brünn. Dies sind Steine aus seiner Werkstatt. Das Geburtshaus von Adolf Loos existiert nicht mehr. Es stand einmal an dieser Stelle. Heute erheben sich hier die vierzehn Stockwerke des Hotels CONTINENTAL.“

 

Statement

„Die Architektur projiziert einen Raumentwurf in die dreidimensionale Welt. Der Film nimmt diesen Raum und übersetzt ihn in zweidimensionale Bilder, die uns in der Zeit vorgeführt werden. Im Kino erfahren wir so etwas Neues: einen Gedankenraum, der uns über Gebäude meditieren läßt.“  Heinz Emigholz

Heinz Emigholz

Heinz Emigholz

Heinz Emigholz im Gespräch mit Stefanie Schulte Strathaus über den Film
„Loos ornamental“. Heinz Emigholz, Marc Ries – ein Dialog.

Biofilmographie

Heinz Emigholz wurde 1948 bei Bremen geboren. Seit 1973 ist er in Deutschland und in den USA als freischaffender Filmemacher, bildender Künstler, Kameramann, Autor, Publizist und Produzent tätig. Viele Ausstellungen, Retrospektiven, Vorträge und Publikationen im In- und Ausland. 1974 Beginn der enzyklopädischen Zeichenserie Die Basis des Make-Up, der zur Zeit im Berliner Museum Hamburger Bahnhof eine große Einzelausstellung gewidmet sein wird. 1978 gründete er die Produktionsfirma Pym Films. 1984 Beginn der Filmserie Photographie und jenseits. Seit 1993 hat er den Lehrstuhl für Experimentelle Filmgestaltung an der Universität der Künste Berlin inne. 2003 Beginn der Edition seiner Filme auf DVD (Filmgalerie 451). Publikationen u.a.: Krieg der Augen, Kreuz der Sinne, Seit Freud gesagt hat, der Künstler heile seine Neurose selbst, heilen die Künstler ihre Neurosen selbst, Normalsatz - Siebzehn Filme und Das schwarze Schamquadrat (alle vier Bücher im Verlag Martin Schmitz), Die Basis des Make-Up (I), (II) und (III), Der Begnadete Meier und Kleine Enzyklopädie der Photographie (in Die Republik Nr. 68-71, 76-78, 89-91, 94-97, 123-125), Die Basis des Make-Up (608 Seiten, Pym Films).

 Veröffentlichte Filme

1972-73 Schenec-Tady I  (16 mm, s/w, 27 Minuten)
1973 Schenec-Tady II  (16 mm, Farbe, 19 Minuten)
1973-74  Arrowplane  (16 mm, Farbe, 23 Minuten)
1974  Tide  (16 mm, s/w, 34 Minuten)
1972-75 Schenec-Tady III  (16 mm, s/w, 20 Minuten)
1975-76 Hotel  (16 mm, s/w, 27 Minuten)
1976-77 Demon  - Die Übersetzung von Stéphane Mallarmés "Le Demon de l´Analogie"  (16 mm, Farbe, 30 Minuten)
1978-81 Normalsatz  (16 mm, Farbe, 105 Minuten)
1974-83 The Basis of Make-Up I  (35 mm, Farbe, 20 Minuten)
1979-85 Die Basis des Make-Up  (16 mm, Farbe, 84 Minuten)
1974-87 Die Wiese der Sachen  (16 mm, Farbe, 88 Minuten)
1986-90 Der Zynische Körper  (35 mm, Farbe, 89 Minuten)
1993-2000 Sullivans Banken  (35 mm, Farbe, 38 Minuten)
1983-2000 The Basis of Make-Up II  (35 mm, Farbe, 48 Minuten)
1995-2000 Maillarts Brücken  (35 mm, Farbe, 24 Minuten)
1988-2001 Miscellanea I  (35mm, s/w, 20 Minuten)
1988-2001 Miscellanea II (35 mm, Farbe, 19 Minuten)
1998-2002 Goff in der Wüste (35 mm, Farbe, 110 Minuten)
1997-2004 Miscellanea III (35mm, Farbe, 22 Minuten)
1996-2004 The Basis of Make-Up III (35mm, Farbe, 26 Minuten)
2002-2005 D'Annunzios Höhle (DigiBeta, Farbe, 52 Minuten)
2005-2006 Über fünfzig Kurzfilme zum Projekt Architektur Laboratorium Steiermark für die internationale Wanderausstellung Sense of Architecture (35mm-HDV, Farbe, zusammen 5 Stunden 30 Minuten)
2006-2007 Schindlers Häuser (35 mm, Farbe, 99 Minuten)
2006-2007 Loos ornamental (35 mm, Farbe, 72 Minuten)

Ein weiterer Film der Serie Photographie und jenseits, Kieslers Projektionen (ca. 70 Minuten), ist kurz vor der Fertigstellung. Die Spielfilme Tale of Five Cities und Second Nature – Die zweite Natur befinden sich in Vorbereitung.